Ratgeber
Was kostet eine Website 2026?
Was eine Website kostet, lässt sich nicht in einem Satz beantworten — die ehrliche Antwort lautet: es kommt darauf an. Das hilft niemandem weiter, deshalb stehen hier echte Zahlen — was am Markt verlangt wird, was den Preis nach oben treibt und welche Kosten erst im zweiten Jahr auffallen.
Die Preisspannen am Markt
Stand August 2026, aus mehreren aktuellen Marktübersichten deutscher Agenturen und Freelancer zusammengetragen.
OnePage / Landingpage
1.000 – 2.500 € — eine einzelne Seite, alle Inhalte untereinander. Reicht für einen Handwerksbetrieb, eine Praxis oder ein kleines Ladengeschäft, das gefunden werden und Anrufe bekommen will.
Firmenwebsite, 5–8 Seiten
800 – 2.500 € beim Freelancer, 1.500 – 5.000 € bei einer kleinen Agentur. Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, dazu Impressum und Datenschutz. Der häufigste Fall.
Größere Website ab 10 Seiten
4.000 – 12.000 € — eigenes Design statt Vorlage, mehr Struktur, oft mit Redaktionssystem, damit jemand im Betrieb selbst Inhalte pflegen kann.
Onlineshop
ab 5.000 € für einen überschaubaren Shop, nach oben offen. Der Preis hängt weniger am Aussehen als an Zahlungsarten, Versandregeln, Steuersätzen und der Anbindung an die Warenwirtschaft.
Web-App / individuelle Anwendung
ab 5.000 € für eine einfache Anwendung im Browser, 15.000 – 25.000 € für eine erste vollwertige Fassung, darüber je nach Umfang. Hier wird keine Website gebaut, sondern Software.
Stundensätze zur Einordnung: Freelancer 50–120 €, Agenturen 100–180 €. Wenn dir jemand einen Preis nennt, kannst du grob zurückrechnen, wie viele Stunden er eingeplant hat — und ob das zu dem passt, was du erwartest.
Was den Preis wirklich bestimmt
Nicht die Anzahl der Seiten allein. Diese fünf Punkte machen den Unterschied zwischen 1.200 € und 6.000 €.
Vorlage oder eigenes Design
Eine gekaufte Vorlage anzupassen dauert Stunden, ein eigenes Design Tage. Beides ist legitim — nur sollte klar gesagt werden, was man bekommt. Wer eine Vorlage als Individualdesign verkauft, verkauft dir vor allem seine Zeit für das Umfärben.
Wer die Texte schreibt
Der am meisten unterschätzte Posten. Texte, die verkaufen und die Google versteht, sind Arbeit. Kommen sie vom Kunden, wird es günstiger — dann müssen sie aber auch wirklich kommen, sonst liegt das Projekt monatelang.
Funktionen jenseits von Text und Bild
Kontaktformular ist Standard. Terminbuchung, Kundenbereich, Zahlungen, Anbindung an vorhandene Software — jedes davon ist ein eigenes kleines Projekt und verschiebt den Preis spürbar.
Rechtliches und Barrierefreiheit
Datenschutzerklärung, Impressum, Cookie-Einwilligung, seit 2025 für viele Betriebe auch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Manche rechnen das extra ab, andere haben es drin. Frag danach, bevor du unterschreibst.
Wie lange danach noch jemand hinsieht
Eine Website ist am Tag der Veröffentlichung nicht fertig. Updates, Sicherungen, Ausfälle, kleine Änderungen. Ist das im Preis oder nicht? Das ist oft der größte Unterschied zwischen zwei Angeboten, die gleich aussehen.
Die laufenden Kosten, die gern vergessen werden
Der Erstellungspreis ist einmalig. Diese Posten kommen jedes Jahr wieder.
- Domain: 10–20 € im Jahr. Achte darauf, dass sie auf dich läuft und nicht auf die Agentur — sonst gehört dir deine Adresse nicht.
- Hosting: 5–50 € im Monat, je nachdem ob geteilter Webspace oder ein eigener Server nötig ist.
- SSL-Zertifikat: in aller Regel kostenlos (Let's Encrypt). Wer dir dafür Geld berechnet, sollte erklären wofür.
- Wartung und Pflege: 50–500 € im Monat. Der Posten mit der größten Spanne — und der einzige, den man wirklich weglassen kann, wenn jemand im Betrieb sich selbst kümmert.
- Inhalte: kostet keine Gebühr, aber Zeit. Eine Website, die drei Jahre unverändert steht, verliert bei Google Platz für Platz.
Warum „Website ab 499 €" meistens teurer endet
Solche Angebote gibt es, und sie sind nicht per se unseriös. Man sollte nur wissen, wie sie gerechnet sind: Im Grundpreis steckt die Vorlage und das Einsetzen von Logo und Text. Alles andere kommt einzeln dazu — Texte, Bilder, Rechtstexte, jede Abweichung vom Muster, oft auch der Umzug auf die eigene Domain.
Wer am Ende zusammenrechnet, landet häufig über dem Preis eines Komplettangebots. Nur mit weniger Einfluss auf das Ergebnis, weil die Vorlage vorgibt, was geht.
Die zweite Variante sind Angebote mit niedriger Monatsrate über 24 oder 36 Monate. Rechne die Laufzeit einmal aus. Und prüfe, was am Ende der Laufzeit passiert — bei manchen Anbietern gehört dir die Seite dann immer noch nicht.
Die nützlichste Frage bei jedem Angebot: „Was kostet es, wenn ich in einem Jahr zu jemand anderem gehen will?" Die Antwort sagt mehr über den Anbieter als jede Preisliste.
Baukasten, Freelancer oder Agentur?
Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)
10–40 € im Monat, du baust selbst. Für eine reine Visitenkarte in Ordnung. Grenzen zeigen sich bei Ladezeit, Barrierefreiheit und allem, was über den Baukasten hinausgeht. Und: Die Gebühr läuft dauerhaft, ohne dass dir etwas davon gehört.
Freelancer
Günstiger, direkter Draht, eine Ansprechperson. Dafür abhängig von einem einzelnen Menschen — frag, was bei Urlaub oder Krankheit passiert und ob du an den Code kommst.
Agentur
Teurer, dafür mehrere Leute und Vertretung. Sinnvoll ab einer gewissen Projektgröße. Bei einer fünfseitigen Handwerker-Website zahlst du vor allem Struktur mit, die dort niemand braucht.
Was es bei pepelabs kostet
Damit dieser Ratgeber nicht bei „es kommt darauf an" endet — hier stehen meine eigenen Zahlen, nachprüfbar auf der Startseite.
- OnePage: 1.190 – 1.900 €
- Business-Website, 3–5 Seiten: 1.890 – 3.200 €
- Web-App / individuelle Anwendung: ab 3.900 €
- Laufende Betreuung: 200 / 300 / 400 € im Monat, monatlich kündbar — oder gar nicht, wenn du dich selbst kümmerst
Datenschutz-Grundstruktur, Barrierefreiheit und Basis-SEO sind bei mir enthalten, nicht Aufpreis. Nach dem ersten Gespräch bekommst du einen Festpreis, der gilt — keine Nachforderungen.
Ich sitze in Döbern in Brandenburg und arbeite deutschlandweit. Wenn dein Budget kleiner ist als die Zahlen oben, sag mir einfach deinen Rahmen — ich sage ehrlich, ob und was damit machbar ist. Und wenn es sich nicht lohnt, sage ich das auch.
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Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Website?
Ein OnePager in ein bis zwei Wochen, eine Firmenwebsite in drei bis sechs. Der häufigste Grund für Verzögerung sind nicht die Entwickler, sondern fehlende Texte und Bilder vom Kunden.
Kann ich später selbst Inhalte ändern?
Wenn du es brauchst, sollte das von Anfang an im Angebot stehen — ein Redaktionssystem nachträglich einzubauen ist teurer, als es gleich mitzudenken. Bei einer Seite, die sich nie ändert, spart man sich das aber auch.
Was ist mit Google?
Technische Grundlagen (Ladezeit, Struktur, Meta-Angaben, Sitemap) gehören in jedes seriöse Angebot. Was darüber hinausgeht — laufende Optimierung, Inhalte, Verlinkung — ist eine eigene, dauerhafte Leistung und kein Häkchen bei der Erstellung.
Brauche ich eine barrierefreie Website?
Seit dem 28.6.2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Unternehmen im Endkundengeschäft. Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Ob es dich betrifft, hängt vom Einzelfall ab — kostenlos prüfen lässt sich der Ist-Zustand mit Barrierewerk.